Wiedergeburt des Faltdachkäfer

Da ein VW Bulli der ersten Generation ja bekanntlich immer noch viel zu teuer ist, ein Käfer Cabrio auch nicht in Sicht ist, kam mir mein ehemaliger schwarzer, 62 Faltdachkäfer in den Sinn. Einen solchen bin ich in den 90er Jahren gefahren.

Doch wie sollte ich an solch einen Faltdachkäfer kommen, vor allem zu einem bezahlbaren Preis. So versuchte ich es mit folgender Methode:
Sag vielen Menschen dass Du einen Faltdachkäfer suchst – dann steht er urplötzlich da!

Gesagt getan, es dauerte ein knappes Jahr und der Faltdachkäfer meldete sich aus Göppingen. Für 1.400€ sollte der Faltdachkäfer meiner werden. Dort hatte er 14 Jahre im Freien unter einem Baum gestanden. Auf den Ersten Blick sah der Faltdachkäfer ganz passabel aus – doch das war nur eine optische Täuschung! Nach dem Öffnen der Türen nahm das Drama seinen Lauf. Es dauerte gute zwei Wochen bis der kleine Krabbler nicht mehr nach Moder duftete! Das bedeutete alles, was man aus dem Innenraum von meinem Faltdachkäfer ausbauen konnte auszubauen.

Inklusive der Teerpappen, obwohl die mittlerweile schon die Aufgabe des Bodenbleches übernommen hatten. Aber dann war der penetrante Gestank der letzten 14 Jahre verschwunden. So trat der Faltdachkäfer dann die kurze Reise nach Stuttgart an. Dort wurde der Faltdachkäfer in alle Teile zerlegt. Das einzige was ich nicht auseinandergeschraubt habe, war das Getriebe. Auf Du und Du mit fast jeder Schraube fing ich auch an die Arbeiten am Faltdachkäfer ausgiebig mit momentan 700 Fotos zu belegen. Warum so viele Fotos? Um mir, beim Zusammenbauen leichter zu tun. Der Faltdachkäfer benötige blechmäßig wirklich fast das volle Programm. Folgende Teile wurden neu verbaut: Neue Radwanne, neue Radläufe vorne, neue Schweller, neue B-Säulen, neuer Boden über dem Getriebe, neue Karosserieaufnahmen links und rechts, zweimal neue Endspitzen, Reparatur beider Türen und ein neues Abschlussblech. Der Faltdachkäfer war sogar am Dach durchgerostet. So kamen auch da zwei neue Blechestücke rein.

Dank Thomas konnte ich all diese Arbeiten am Faltdachkäfer in Leonberg in seiner Garage mit Hebebühne ausführen. Die Bodengruppe wurde parallel in meiner Garage in Stuttgart wieder aufgebaut. Nach gut sechs Wochen konnte ich den Faltdachkäfer dann zum ersten Mal mit der Bodengruppe vereinigen und es ging nach zurück nach Stuttgart. Nun sollten die Arbeiten folgen die mir gar keinen Spaß machen. Spachteln und schleifen – und das bedeutete für den Faltdachkäfer warten und warten. Doch 2012 soll es so weit sein. Dieses Jahr ist das Jahr des Lackierers. Der Faltdachkäfer bekommt dann sein Original Perlweiss wieder. Die roten Kunstleder Sitze stehen parat auf der Bühne und die Zubehörteile warten im Keller.

Fortsetzung Wiedergeburt Faltdachkäfer folgt.