VW Bulli

Geschichte des VW Bulli bzw. des VW Transporter anhand von optischen Details, die es dem Laien einfacher machen, die fünf Generationen des VW Transporter zu unterscheiden.

Die erste Generation der VW Bulli, der T1, damals vor allem VW Transporter genannt, wurde ab 1950 gebaut. Hauptmerkmal: die zweigeteilte und gerade Frontscheibe. Geteilt durch einen metallenen Mittelsteg. Nachdem im August 1961 die Winker entfielen bekam der VW Bulli bis Juli 1963 die kleinen spitzen Warzenblinker vorn. Ab August 1963 kamen dann die großen flachen Blinker, auch Ochsenaugen genannt, die beim T1 bis zum Ende seiner Produktionszeit im Juli 1967 die Front zierten. Bei den Sambabussen gab es im Prinzip zwei Varianten. Die mit 23 Fenstern (bis Juli 1963) und die mit 21 Fenstern (bis zum Produktionsende des T1 im Juli 1967). Im August 1963 wurde die Heckklappe breiter, dadurch entfielen die gerundeten Eckfenster bei der 1. Generation des Samba Busses.

Das ist mit einer der Gründe warum die 23-Fenster Version die teurere ist.

Bis zum Juli 1961 hatte der T1 VW Bulli ein kleines rundes Rücklicht. Ab August kam dann das etwas größere Rücklicht; das auch beim VW 181, dem VW Kübel und dem Fridolin verbaut wurde. Den T1 gab es als Fensterbus, Pritsche, Doppelkabine, Kastenwagen und es gab viele Sonderformen (Krankenwagen, Leichenwagen, Drehleiter, – mit Hubsteiger – u.v.m.). Im August 1967 kam dann die erste große Änderung.

T2, die zweite Generation des VW Transporter ab August 1967. Zu erkennen an der großen einteiligen gewölbten Panoramascheibe. Im August 1971 bekam der T2 vorn seine ersten Scheibenbremsen und im August 1972 wanderten die Blinker nach oben, links und rechts neben das Lüftungsgitter. Die Schiebtüre war beim T2 serienmäßig. Den T2 gab es als Neun-Sitzer, als Pritsche, als Doppelkabine mit Pritsche und als Kastenwagen. Das Sondermodell, der „Silberfisch“,  der quasi der Multivan oder der Samba Bus der zweiten Generation war. Zu erkennen an der silbernen Lackierung, dem großen, langen Stahlschiebedach, den gepolsterten Sitzen und den Chromzierleisten.

Ab dem T3 war es vorbei mit der rundlichen Form, nun wurde der VW Bulli ziemlich eckig. Der Motor verblieb aber bis 1990 weiterhin im Heck des VW Bulli.

Da mein Herz vor allem für die 1. und die 2. Generation des VW  Bulli schlägt, möchte ich es mit den Details dabei belassen. Für all diejenigen, deren Herz für einen T3, T4 oder T5 schlägt, bleibt mir zu sagen:

Nicht träumen – holt ihn Euch, Euren VW Bulli!

Produktionszeiten:

VW Bulli T1 von 1950 bis Juli 1967 mit Heckmotor, luftgekühlt

VW Bulli T2 von 1967 bis Juli 1979 mit Heckmotor, luftgekühlt

VW Bulli T3 von 1979 bis 1990; bis 1982 mit Heckmotor und dann mit einem Wasserboxer bis 1991.

VW Bulli T4 von 1990 bis 2003, nun mit Frontmotor!

VW Bulli T5 von 2003 bis heute.

Mein erster VW Bulli war übrigens ein T2B, Baujahr 1972.

Besondere Kennzeichen: die große durchgängige gewölbte Frontscheibe, die Panoramascheibe und die serienmäßige Schiebetüre. Beim T2B ab Baujahr August 1972 sind die Blinklichter nach oben verlegt worden, und er hat bereits die großen länglichen Rücklichter. Die erste Fassung des T2, der T2A, hatte die Blinker noch unten und die kleinen Rückleuchten, die beim T1, beim VW 181, dem VW Kübel und dem Fridolin verbaut waren.

Mein Vater hatte in seiner Firma einen solchen T2B im Einsatz, und da der VW Bulli nur zeitweise benötigt wurde, sollte 1983 ein T2B mein erstes eigenes Fahrzeug werden.Durch diesen VW Bulli lernte ich auch Hans-Jörg kennen, von dem ich sehr viel bezüglich KFZ-Technik und Karosseriearbeiten lernen sollte. Bei meinem VW Bulli gab es sehr viel zu schweißen , beide Radläufe waren fällig, der Frontscheibenrahmen, die Schiene für die Schiebetüre, natürlich das Blech unter der Batterie und noch so einige Bleche. Sein Motor mit den üblichen 50 PS sollte noch einige Zeit seinen Dienst tun.

Als dieser dann doch leider seinen Geist aufgab, war sein Nachfolger ein weiterer T2B, Baujahr 1976 der bis 1987 mein Begleiter war.

Tja und dann kam der VW Bulli, den jedes Kind und jeder Erwachsener kennt!

Ein VW Bulli T1, also die erste Generation des VW Bulli.

Ich hätte ihn nicht gefunden, da ich mich damals noch nicht so auskannte. Mein Freund Martin machte mich auf diesen Bulli aufmerksam. Viele, viele Fenster, eine zweigeteilte Frontscheibe, eine schöne Zweifarbenlackierung (türkis/weiß) und ein ultralanges Schiebedach, das umsäumt von jeweils vier grünlichen Scheiben den Großteil des Daches ausmachte.

Ein Sambabus mit 23 Fenstern, Baujahr Juni 1963.

Meinen Sambabus kaufte ich 1987 für 900 DM in Heimsheim. Beim Durchblättern sämtlicher Unterlagen stellte ich später fest, dass der Verkäufer ihn für 50 DM von einem Schrottplatz nahe der Schweizer Grenze gekauft hatte. Er hat ihn damals vor der Presse gerettet, und somit sei ihm der stolze Gewinn von 850 DM gegönnt. Wie Ihr den Bildern entnehmen könnt, war mein VW Bulli, der türkisfarbene Sambabus, in keinem so schlechten Zustand. Ein paar Bleche, ein neuer Lenkhebel und noch ein paar Kleinigkeiten, und so konnte ich ihn Anfang 1988 zulassen. Schon damals sorgte dieser VW Bulli für sehr viel Aufsehen. Ich erinnere mich, als ich einmal in Esslingen a.N. parkte, war es gar nicht so einfach, wieder einzusteigen, da sich eine regelrechte Traube um den VW Bulli breit machte. Ich drängte nach vorne und wurde schroff angesprochen, doch zu warten. Erst als ich klar machen konnte, dass es sich um meinen VW Bulli handelte, ließen mich die Zuschauer durch, und ich konnte losfahren. Bei der weitesten Etappe brachte mich mein VW Bulli bis zur gotischen Kathedrale nach Chartres; auch die Kreisverkehre in Paris hat er zu sehen bekommen.

1998 musste ich mich leider von meinem Sambabus trennen.

Keine Garage, keine Scheune und keinen sonstigen Abstellplatz.

Ein ganzes Jahr lang hatte ich meinen Sambabus inseriert. Keiner wollte ihn haben!

So wechselte mein Sambabus schließlich nach einem Jahr und lediglich drei Interessenten für stolze 1.750,- DM den Besitzer.

Das war 1998!

Im Jahre 2003 packte mich die Sehnsucht, und ich durchforstete das Internet nach einem Sambabus. Das erste, was passierte, war, dass mich schier der Schlag traf.

Egal in welchem Zustand, ein Sambabus kostete auf einmal mindestens 15.000 €, das waren umgerechnet einmal 30.000 DM. Und die VW Bullis, die da angeboten wurden, waren alle in einem viel schlimmeren Zustand als meiner!

So machte ich mich auf die Suche nach meinem ehemaligen Sambabus.

Heute schreiben wir das Jahr 2012 – ich habe meinen ehemaligen Sambabus wieder gefunden, doch Achim möchte ihn – verständlicherweise – nicht verkaufen.

Seit gut sechs Jahren telefonieren Achim und ich ein Mal im Jahr. Ich erkundige mich nach unserem Schätzchen und frage mal wieder an, doch bis jetzt blieb es immer bei einem Nein. Das Vorkaufsrecht habe ich zwar, doch Achim meinte, dass er wohl etwas teurer werden wird als anno 1998, sollte er ihn je verkaufen. Aber immerhin mein ehemaliger Sambabus existiert noch; er befindet sich noch in demselben Zustand wie damals anno 1998, soll aber wohl doch in naher Zukunft wieder belebt werden. Ich bin gespannt und halte Euch auf dem Laufenden.

Die Generation des T3 kenne ich natürlich auch, nur besessen habe ich einen solchen noch nicht. Dafür fährt mein Schwager einen  T3 VW Bulli, einen Westfalia Camper, der in knapp zwei Jahren auch sein H-Kennzeichen bekommen wird.

T3 BusDiejenigen unter Euch, die einen VW Bulli Ihr Eigen nennen, werden verstehen, dass ich trotzdem weitersuchen musste.

Da ein VW Bulli der ersten Generation mittlerweile abartig teuer ist, machte ich mich auf die Suche nach einem T2.

Möglichst so einen, wie ich ihn einst hatte. Doch es kam anders. Nachdem ich die seltenste Variante, meinen Sambabus schon verkaufen musste, begann ich nun mit der Suche nach einer seltenen Variante des T2.

 

 

 

 

 

Am liebsten eine T2B Doppelkabine. Es dauerte ein gutes Jahr, viele Stunden am PC und ich bekam Post von Valentin aus Österreich. Er hatte zwei T2B DOKAs. So fuhren meine Frau und ich 2009  zwei Tage nach Weihnachten nach Österreich und wurden fündig.

Seit 2010 habe ich wieder einen VW Bulli, Baujahr 1979 mit original 70 PS und gerade mal 45.000km.  Bis 1999 tat mein Bulli seinen Dienst bei der Feuerwehr in Lurnfeld / Möllbrücke in Kärnten. Im Anschluss durfte er bis 2007 in derselben Gemeinde weiter seinen Dienst tun, um dann an Privat verkauft zu werden. Mit Hilfe eines Schweißgerätes und Einstellarbeiten an den Doppelvergasern, hat die Doka nun einen deutschen Fahrzeugbrief und dreht brav Ihre Runden in und um Stuttgart.

Euer Alexander